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– Die Bereitschaft zur Modernisierung veralteter Heiztechnik hat im vergangenen Jahr nachgelassen. Das teilte das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) unter Verweis auf eine vorläufige Absatzstatistik der deutschen Heizgerätehersteller für 2010 mit. Demnach ging die Installation neuer Heizungsanlagen insgesamt um vier Prozent zurück. Bei Öl- und Gasheizkesseln sei das Minus mit zwei Prozent zwar etwas geringer ausgefallen. Bei Solarthermieanlagen sei gegenüber 2009 jedoch ein Nachfrage-Minus von 26 Prozent verzeichnet worden.
Als eine Ursache für den Rückgang des Heizgeräteabsatzes sieht der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) die relativ günstigen Energiepreise in den vergangenen zwei Jahren. Dadurch hätten sich manche Hausbesitzer dazu verleiten lassen, die Erneuerung eines veralteten Heizkessels weiter aufzuschieben, mutmaßt das IWO. Diese Rechnung falle bei steigenden Energiepreisen jedoch zu ihren Ungunsten aus. So könnte eine effizientere Heizung die steigenden Kosten zumindest ausgleichen.
Wie das IWO betonte, könne effiziente Heiztechnik die Auswirkungen von Energiepreisschwankungen dauerhaft abmildern. So verbrauche ein Öl-Brennwertgerät bis zu 30 Prozent weniger Heizöl als ein veralteter Standardkessel. Wird zusätzlich einer Solarwärmeanlage eingebunden, erhöhe sich das Energieeinsparpotenzial auf 40 Prozent. „Die Heizungserneuerung amortisiert sich also über die Einsparung bei den Brennstoffkosten in einem überschaubaren Zeitraum, bei steigenden Energiepreisen umso schneller", so das Institut.
16.03.2011
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